Die praktische Durchführung in der AEVO-Prüfung

Lesezeit: 4 Minuten

Im § 4 der AEVO ist von der praktischen Durchführung die Rede

Wer im Betrieb ausbilden möchte, muss laut Berufsbildungsgesetz nicht nur persönlich und fachlich, sondern auch pädagogisch geeignet sein. Auf jeden Fall müssen Anwärter ihre pädagogische Eignung in einer AEVO-Prüfung unter Beweis stellen, etwa vor einer Industrie- und Handelskammer. So will es die Ausbildereignungsverordnung von 2009.

Die schriftliche Prüfung wird bei vielen IHKs als PC-Prüfung abgenommen. Ferner dauert sie max. 180 Minuten und besteht aus ca. 70 – 80 Fallaufgaben mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Zudem sind die Prüfungsaufgaben als Single-Choice und Multiple-Choice gestaltet.

Der praktische Prüfungsteil in der AEVO-Prüfung besteht im ersten Teil aus einer 15minütigen Präsentation oder praktischen Durchführung einer berufstypischen Ausbildungssituation. Im zweiten Teil ist ein 15minütiges Fachgespräch vorgesehen. Kurzum, die praktische Prüfung dauert insgesamt höchstens 30 Minuten.

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Geben Sie Ihrem Azubi die Freiheit zum Lernen – Teil 3

Lesezeit: 8 Minuten

Fortsetzung vom Blog: Geben Sie Ihrem Azubi die Freiheit zum Lernen – Teil 1
Fortsetzung vom Blog: Geben Sie Ihrem Azubi die Freiheit zum Lernen – Teil 2

Vom Handeln zum selbstgesteuerten Lernen

Freiheit

„Lernen durch tun“ ist auch immer entdeckendes Lernen

Beim entdeckenden Lernen ist der Lernende nicht passiv-empfangend, sondern alles hängt von seiner Aktivität ab: Er muss sich in Bewegung setzen und kann nicht darauf warten, dass sein Ausbilder ihn mit vielen Weisheiten „füllt“.

Entdeckendes Lernen ist mit sehr vielen kleineren und größeren Versuch- und –Irrtum-Phasen verbunden. Es ist wahrscheinlich, dass der Lernende dabei nicht auf dem kürzesten Weg zum Erfolg kommt. Folglich bedeutet jeder Umweg, dass er Neues über die Sache und über sich gelernt hat. Allerdings werden beim entdeckenden Lernen alle die Fähigkeiten und Vorkenntnisse mobilisiert, die der Lernende schon hat und auf die er jetzt zurückgreift. Schließlich ist das nur ein kleiner Trost, wenn der Lernende dadurch sich auf wenigstens einen kleinen Teil auf Bekanntes verlassen kann. Weiterlesen

Sommerpause bis 20.08.2017

Lesezeit: 1 Minute

Der BLOG für Ausbilder macht bis zum 20. August 2017 Sommerpause. 

Wir wünschen Ihnen und uns eine gute Erholung und machen nach der Sommerpause mit einigen kleinen Neuigkeiten weiter :-).

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Kein Bock auf Beurteilung

Lesezeit: 2 Minuten

Wann die ersten Beurteilungsgespräche anstehen

Viele junge Menschen machen zurzeit eine Ausbildung. Übrigens ca. 1,3 Millionen, um etwas genauer zu sein. Darunter sind zum Beispiel Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer, Kfz-Mechatroniker, Industriekaufleute, Medizinische Fachangestellte, Elektroniker, Bankkaufleute, Fachinformatiker und viele mehr.

Für ca. 300.000 Azubis geht im August 2017 das erste Ausbildungsjahr vorbei. Diese Azubis haben auf jeden Fall die Probezeit, den Lernstart in der Berufsschule und auch die ersten Beurteilungsgespräche hinter sich gebracht. So eine Beurteilung soll ja dem Ausbilder und dem Auszubildenden den Aufschluss über den Ausbildungsstand und –fortschritt geben. Allerdings ist für Azubis kaum etwas schlimmer, als unerbetener Rat. Deshalb macht bereits der Gedanke daran nervös: das Beurteilungsgespräch steht mal wieder an.

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Die Präsentation in der AEVO-Prüfung

Lesezeit: 5 Minuten

Im § 4 der AEVO ist von der Präsentation die Rede

Wer im Betrieb ausbilden möchte, muss laut Berufsbildungsgesetz nicht nur persönlich und fachlich, sondern auch pädagogisch geeignet sein. Auf jeden Fall müssen Anwärter ihre pädagogische Eignung in einer AEVO-Prüfung unter Beweis stellen, etwa vor einer Industrie- und Handelskammer. So will es die Ausbildereignungsverordnung von 2009.

Die schriftliche Prüfung wird bei vielen IHKs als PC-Prüfung abgenommen. Ferner dauert sie max. 180 Minuten und besteht aus ca. 70 – 80 Fallaufgaben mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. Zudem sind die Prüfungsaufgaben als Single-Choice und Multiple-Choice gestaltet.

Der praktische Prüfungsteil in der AEVO-Prüfung besteht im ersten Teil aus einer 15minütigen Präsentation oder praktischen Durchführung einer berufstypischen Ausbildungssituation. Im zweiten Teil ist ein 15minütiges Fachgespräch vorgesehen. Kurzum, die praktische Prüfung dauert insgesamt höchstens 30 Minuten.

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Geben Sie Ihrem Azubi die Freiheit zum Lernen – Teil 2

Lesezeit: 8 Minuten

Fortsetzung vom Blog: Geben Sie Ihrem Azubi die Freiheit zum Lernen – Teil 1

Wie kann der Ausbilder seinen Azubi mit „Lernen durch tun“ unterstützen?

Unter „Lernen“ wird von vielen Menschen „Aufnehmen und Behalten von Wissen“ verstanden. Das ist das Lernen, mit dem wir es in der Schule hauptsächlich zu tun hatten, und diese Erfahrung hat unser Bild vom Lernen nachhaltig geprägt. Lernen ist aber natürlich viel mehr. Das Wenigste kann der Mensch von Geburt an, das Meiste – Gehen, Sprechen, Fahrradfahren, Essen zubereiten, Konflikte lösen, sich angemessen anziehen, Rechnen, Flirten, Zuverlässig sein, sich ausdrücken, einen Computer bedienen, sein eigenes Leben in die Hand bekommen und unendlich viel mehr – muss er sich im Laufe seines Lebens erst aneignen, d.h. eben: lernen. Lernen ist also eigentlich der Prozess der Selbstentwicklung des Menschen. Es ist auch die permanente Verarbeitung von Erfahrungen mit der Umwelt, wie etwa das Atmen oder Verdauen. Ohne Lernen kein Leben.

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Welchen Konfliktstil bevorzugen Sie?

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Konfliktsituationen sind auch im Ausbildungsalltag normal

„Schwierige“ Situationen treten auch im Ausbildungsalltag auf. Deshalb sollten Sie als Ausbilder darauf vorbereitet sein, angemessen damit umzugehen. Um welche Konfliktsituationen geht es hier?

  • Der Auszubildende verlässt pünktlich die Werkstatt, um seinen Bus zu erreichen. Der Meister ärgert sich wiederholt, dass der Auszubildende pünktlich „sich verdrückt“ und den Arbeitsplatz nur unzureichend aufgeräumt hat.
  • Dem Auszubildenden ist es zu unbequem, Sicherheitsschuhe zu tragen. Trotz regelmäßiger Aufforderung erwischt ihn die Meisterin wiederholt ohne Sicherheitsschuhe auf der Baustelle.
  • Die Ausbilderin beklagt den Umgangston ihrer Auszubildenden gegenüber den Kundinnen. „Ich erwarte, dass Sie sich allen Kundinnen gegenüber freundlich verhalten.“
  • Die Auszubildende verlässt ohne sich abzumelden die Baustelle, um in ihrer Pause in den Supermarkt zu gehen. Der Meister ärgert sich, dass er sie nicht findet, obwohl der Arbeitsvorgang noch nicht abgeschlossen ist.
  • Es kommt zum Konflikt zwischen Chef und Auszubildenden aufgrund dessen äußeren Erscheinungsbilds. Die Kleidung hat er bislang geduldet, aber das Piercing ist nicht Stil des Salons.

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Geben Sie Ihrem Azubi die Freiheit zum Lernen – Teil 1

Lesezeit: 9 Minuten

Was kann ich tun, damit mein Azubi gut lernt?

Lernen

Was hindert ihn eigentlich am Lernen?

Berufsausbilder oder Lehrende in der beruflichen Weiterbildung beschäftigen sich tagtäglich mit dem Lehren und Lernen. Schließlich wollen Sie Ihrem Azubi etwas beibringen, damit er eine gute Fachkraft wird und seine Prüfung gut bestehen kann. Was aber, wenn Ihr Azubi das Lernen verweigert, es vermieden oder abgewehrt wird. Weiterlesen

Das Kritikgespräch mit Mitarbeitern und Azubis

Lesezeit: 4 Minuten

Der klassische Fall: Ein Kritikgespräch mit einem Mitarbeiter führen

Ein Kritikgespräch dient dazu, Mitarbeiter auf mögliches Fehlverhalten oder mangelnde Arbeitsleistung hinzuweisen. In einem sachlich geführten Austausch wird dem Mitarbeiter klar aufgezeigt, welche Erwartungen an ihn gesetzt werden und in wie weit seine Leistung oder sein Verhalten davon abweicht.

Damit das Kritikgespräch authentisch wirkt, muss es zur Persönlichkeit und dem Verhalten der Führungskraft passen. Denn schließlich soll der Mitarbeiter dort erreicht werden, wo er derzeit mit seinen Einstellungen, Gewohnheiten und Denkhaltungen steht.

  • Mit welchen Projekten ist der Mitarbeiter betraut? Welche Tätigkeiten übt er aus?
  • Welcher konkrete Vorfall veranlasst Sie, dieses Kritikgespräch zu führen?
  • Welche anderen Personen könnten involviert sein?
  • Welche Verhaltensänderung wünschen Sie sich beim Mitarbeiter?
  • Überprüfen Sie Ihre Erwartungen. Haben Sie Ihren Mitarbeiter überfordert?

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Checkliste für den betrieblichen Ausbildungsplan

Lesezeit: 1 Minute

Sachliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung

Die Berufsausbildung vermittelt die notwendigen fachlichen Fertigkeiten und Kenntnisse in einem geordneten Ausbildungsgang. Dementsprechend bildet die Ausbildungsordnung mit dem Ausbildungsrahmenplan für jeden anerkannten Ausbildungsberuf die Grundlage für eine ordnungsgemäße Ausbildung. Diese Vorschrift aus § 1 Berufsbildungsgesetz (BBIG) findet seine Fortsetzung als Verpflichtung für den Betrieb, den Ausbildungsablauf in Form einer sachlichen und zeitlichen Gliederung in die Niederschrift des Berufsausbildungsvertrages aufzunehmen (§ 11 Abs. 1 Nr.1 BBIG). Kurzum, die sachliche und zeitliche Gliederung (betrieblicher Ausbildungsplan) muss mit dem Berufsausbildungsvertrag vor Beginn der Ausbildung bei der zuständigen Stelle eingereicht werden.

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